Rudergerät Test 2016 – Testsieger im Vergleich

Rudergeräte bzw. Rudermaschinen kannte man vor einigen Jahren eigentlich nur aus dem Fitnessstudio um die Ecke. Inzwischen haben die Sportgeräte aber auch Einzug in die privaten Räumlichkeiten gehalten und mittlerweile gibt es dort eine ziemlich große Auswahl an Modellen. Wir haben die besten Geräte unter die Lupe genommen und zeigen, welches Gerät für wen das richtige ist!

Rudergeräte mit Seilzug: Testsieger 2016

Concept2 Indoor Rower Modell D
Concept2 Indoor Rower Modell D
WaterRower Nussbaum
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HAMMER Cobra XTR 4539
HAMMER Cobra XTR 4539

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Rudergeräte mit Auslegern: Testsieger 2015

Kettler Kadett
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HAMMER Rower Cobra 4536
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Christopeit Accord
Christopeit Accord

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Wer benutzt eine Rudermaschine?

Für viele, die sich noch nicht viel mit der Thematik auseinandergesetzt haben, sind Rudergeräte nicht viel mehr als ein Trainingsgegenstand für Sportler, die ohnehin schon im Ruderbereich tätig sind. Ein Irrglaube! Ein Rudergerät ist für einen Olympia-Athleten genauso geeignet wie für einen komplett untrainierten Büroangestellten. Beide können durch ein regelmäßiges Training ihre Fortschritte weiter ausbauen bzw. ihre körperliche Verfassung deutlich verbessern. Auch das Alter spielt bei der Verwendung einer Rudermaschine keine Rolle. Das Schöne im Vergleich zum Rudern auf dem Wasser ist natürlich auch, dass man witterungsunabhängig ist und man keinen ausgeprägten Gleichgewichtssinn mitbringen muss, um sein Training absolvieren zu können.

Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Bedenken sollte in jedem Fall vorab ein Arzt konsultiert werden, bevor man ins Training einsteigt.

rudern

Was trainiert man mit einer Rudermaschine?

Kurz gesagt: Fast alles. Es gibt wenige Trainingsgeräte, die ein so ganzheitliches Training bieten, wie das Rudergerät. Beim Rudern werden sämtliche Hauptmuskelgruppen (allen voran der Rücken) beansprucht und man verbessert bei regelmäßigem Training Kraft und Ausdauer gleichermaßen. Und das alles sehr gelenkschonend!

Wer regelmäßig rudert, wird weniger Rückenleiden haben, da sich die Muskulatur besonders dort sehr schnell aufbaut. Außerdem wird auch der Rest des Körpers vom Training auf der Rudermaschine profitieren. Die gesamte Körperhaltung wird sich bei regelmäßiger Betätigung auf der Maschine wesentlich verbessern.

Auf einen Blick:

  • Kraft und Ausdauer gleichermaßen
  • trainiert alle Hauptmuskelgruppen
  • verbessert die Körperhaltung
  • besonders der Rücken profitiert
Eine Rudermaschine ist das ideale Trainingsgerät für jeden, der ein ganzheitliches Training möchte, bei dem Kraft und Ausdauer gleichermaßen trainiert werden.

Natürlich darf man sich nicht der Illusion hingeben, dass man ohne Schweiß in kürzester Zeit zu seiner Traumfigur kommt. Auch ein Rudergerät ist kein Wundermittel. Es ist erforderlich, dass man regelmäßig und mit ausreichender Belastungsintensität trainiert, damit sich langfristig auch ein fühl- und sichtbarer Erfolg einstellt.

Wie ist eine Rudermaschine aufgebaut und welche Arten gibt es?

Die allgemein am weitesten verbreitete Rudermaschine besteht aus einer ca. ein Meter langen Schiene, auf der ein Sitz aufgebracht ist, der sich, ohne Widerstand mit Ihnen bewegen kann, zwei fixierte Trittschalen, auf denen die Füße abgestellt und mit einer Schlaufe fixiert werden, einem Doppelgriff mit Zugseil und einem Widerstandselement, mit dem das Zugseil verbunden ist. Außerdem ist bei den meisten Geräten noch ein kleiner Computer inkl. Display vorhanden, auf dem sich die aktuellen Trainingsdaten ablesen lassen.

Es gibt – neben den Zugmaschinen – aber auch Rudergeräte mit zwei „Auslegern“. Diese vermitteln ein sehr authentisches Rudergefühl, da man bei dieser Variante wirklich zwei Paddelgriffe in der Hand hält und diese beim Training sehr originalgetreu bewegt.

rudergeraet

Beim Widerstand gibt es verschiedene Systeme, mit denen man das Gerät auf seinen eigenen Trainingsstand einstellen kann. Bei einigen Geräten wird der Widerstand (und damit die Intensität des Trainings) per Magnetbremse eingestellt, andere arbeiten mit Luftwiderstand. Es gibt sogar Geräte, die mit echtem Wasserwiderstand, d.h. mit einem echten Wassertank ausgestattet sind. Nahezu alle Geräte bieten die Möglichkeit, den Widerstand in mehreren Stufen einzustellen und so optimal auf den Trainierenden abzustimmen. Wem eine stufenlose Einstellung der Widerstände wichtig ist, der wird sich vermutlich für den Luftwiderstand entscheiden. Bei den elektronischen Widerständen (Magnetwiderstand), die häufig auch für Ergometer und andere Cardio-Geräten (z.B. Crosstrainern) genutzt werden, hat man meistens eine begrenzte Anzahl von Widerstandsstufen.

Zusammengefasst gibt es also diese Arten von Rudergeräten:

  • Rudergeräte mit Auslegern
  • Rudergeräte mit Seilzug (auch Mittelzuggeräte genannt)

Bei beiden Arten von Rudermaschinen gibt es diese Arten von Widerständen:

  • Magnetbremse (elektronischer Widerstand)
  • Luftwiderstand (stufenloser Widerstand)
  • Wasserwiderstand

Worauf ist beim Training mit einer Rudermaschine zu achten?

Wer noch nie zuvor auf einem Rudergerät gesessen, geschweige denn trainiert hat, der sollte vor dem ersten Training unbedingt folgende Dinge beachten.

Besonders die Haltung ist beim Training mit dem Rudergerät sehr wichtig. Ein Rundrücken und eine starke Rückenlage sind tunlichst zu vermeiden. Es ist wichtig, dass man in aufrechter Haltung auf dem Gerät sitzt. Die Hände halten den Griff am Zugseil. Dabei sind die Arme und Hände ausgestreckt. Die Handgelenke dürfe beim Rudern nicht abgeknickt werden. Die Fußschlaufen müssen den Fuß in der Ausgangsposition halten und dürfen daher nicht zu locker um die Füße sitzen.

Bei der ersten Verwendung sollte mit ein paar Probezügen der optimale Belastungswiderstand ermittelt werden. Wer dies nicht seinem Gefühl überlassen möchte, der kann eine Pulsmessung mit einer Pulsuhr mit einfließen lassen. Bei vielen Rudermaschinen kann man die Belastungsintensität vom Gerät optimieren lassen, indem man ein paar Probezüge mit verschiedenen Widerständen macht und das Gerät nach diesen Test dann den optimalen Widerstand ermittelt. In der Regel erkennt man eine zu hohe Belastungsintensität daran, dass das Training schon nach wenigen Minuten aufgrund von Erschöpfung beendet werden muss. Der Widerstand sollte so gewählt werden, dass man 40 bis 45 Minuten auf dem Rudergerät durchhält.

Generell gibt es beim Training mit der Rudermaschine zwei Phasen. Die Zugphase und die Erholungsphase. Die Phasen beschreiben im Prinzip den Bewegungsablauf während des Trainings:

Wenn man auf einem Rudergerät mit Seilzug sitzt, dann wird in der Zugphase der Doppelgriff zum Körper gezogen. Bei der Erholungsphase werden die Arme zunächst nach vorne gestreckt, der Oberkörper folgt und zu guter Letzt werden die Knie gebeugt. Aus dieser Position geht man dann wieder in die nächste Zugphase über. D.h. die Beine werden durchgestreckt, der Rücken aufgerichtet und der Doppelgriff an den Oberkörper gezogen.

Ein Tipp für Fortgeschrittene: Um das Training noch intensiver zu machen, kann man den Doppelgriff auch wesentlich höher (knapp unter dem Kinn) zum Körper ziehen, dass beansprucht die Schultern stärker und trainiert diese somit intensiver.

Wie oft man auf der Rudermaschine trainieren sollte, hängt immer vom Trainingsstand ab. Sehr trainierte Sportler können sicher jeden Tag die Maschine besteigen, während Anfänger zunächst mit zwei Einheiten pro Woche starten und sich dann langsam steigern sollten. Man sollte auf seinen Körper hören, der sich schon melden wird, wenn es zu viel wird mit dem Training. Ein falscher Ehrgeiz ist hier keineswegs angebracht, da der Körper durchaus eine gewisse Regenerationszeit zwischen zwei Trainingseinheiten benötigt. Diese ist bei einem trainierten Athleten eben kürzer als bei einem Anfänger.

Bevor man mit dem Training beginnt, sollte man in jedem Fall die korrekte Körperhaltung überprüfen und die Belastungsintensität den eigenen körperlichen Gegebenheiten anpassen.

Warum ein Rudermaschinen-Test?

Wer anfängt, sich mit Rudermaschinen auseinanderzusetzen, wird schnell feststellen, dass der Markt mittlerweile regelrecht überflutet ist mit den unterschiedlichsten Ausführungen an Rudergeräten. Da gibt es welche mit Luftwiderstand und Seilzug, dann wiederum welche mit Auslegern und Wasserwiderstand. Es gibt sie in unterschiedlichen Arten, Größen, Preisklassen und Qualitätssegmenten.

Als wäre da nicht schon genug, ist es auch wichtig, die eigenen Anforderungen in die Kaufentscheidung mit einfließen zu lassen und – gerade bei Rudergeräten wichtig – die eigenen Räumlichkeiten auf Eignung zu überprüfen. Damit man das für sich ideale Gerät ausfindig machen kann, haben wir auf dieser Seite eine kleine Auswahl mit den (aus unserer Sicht) besten Geräten für die verschiedenen Einsatzzwecke zusammengestellt.

Rudergeräte im Video

Das muss beim vor dem Kauf einer Rudermaschine beachtet werden!

Die Anschaffung einer Rudermaschine steht an? Dann gibt es ein paar Dinge, die man vor dem Kauf dringend noch abklären sollte. Da wäre zum Beispiel die aktuelle Wohnsituation. Gibt es zu Hause ausreichend Platz für ein Rudergerät? Immerhin sind diese Maschinen ca. 2,5 Meter lang und beanspruchen schon eine gewisse Fläche für sich. Ideal wäre hierfür natürlich ein eigenes Zimmer oder ein Kellerraum. Wenn man sich aber dazu entschließt, die Maschine in einer Wohnung innerhalb eines Mehrfamilienhauses aufzustellen, sollte man darauf achten, dass diese nicht zu hellhörig ist. Rudermaschinen sind zwar verhältnismäßig leise, aber eben nicht geräuschlos. Es können Sich durchaus ein paar Geräusche auf den Boden übertragen. Mit einem Teppich und geeigneten Matten könnte man hier aber entgegenwirken.

Wie authentisch das Rudergefühl sein soll, ist auch eine Frage, die man für sich beantworten sollte. Geht es vorrangig um den Trainingseffekt, dann reicht eine Zugmaschine. Ist man begeisterter Ruderer und möchten in den eigenen vier Wänden möglichst originalgetreue Voraussetzungen haben, dann muss es ein Gerät mit zwei Auslegern werden. Diese beanspruchen aber wiederum eine etwas größere Fläche (ca. 150 x 200 cm).

Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie nun zu unseren Testberichten fortfahren, bei denen wir für jeden Rudertyp die besten Geräte ausgewählt haben.

Braucht man Zubehör für seine Rudermaschine?

Beim Kauf erhält man eigentlich schon alle wichtigen Komponenten, um direkt mit dem Training starten zu können. Aber es gibt ein paar sinnvolle Zubehörteile, die zwar nicht zwingend nötig, aber doch hilfreich sind.

Dazu zählen z.B. Fitnesshandschuhe, um die Handflächen beim Training etwas zu schonen. Da Kraft aufgewendet werden muss, wen man in der Zugphase ist, können Handschuhe durchaus sinnvoll sein – gerade wenn man länger an der Maschine trainiert.

Bei einigen Herstellern gibt es separate Pulsgurte als Zubehör, die sich dann via Bluetooth mit dem gerät verbinden lassen. Das ist z.B. bei Geräten von Kettler oder Concept2 der Fall.

Bei Rudermaschinen mit Wasserwiderstand (und somit einem Wassertank) ist es sinnvoll, regelmäßig eine Chlortablette zur Reinigung in den Tank zu geben.

Fazit

Mit einer Rudermaschine lässt sich die eigene körperliche Verfassung, die Muskulatur und die Gesundheit verbessern. Dabei reicht es oft schon, zwei Trainingseinheiten pro Woche mit einer Dauer von ca. 40-45 Minuten zu absolvieren. Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollten vor dem Training mit einem Rudergerät mit einem Arzt gesprochen werden, ob das Rudern bedenkenlos empfohlen werden kann. Neben den gesundheitlichen Kriterien sollte man vor dem Kauf überprüfen, ob man ausreichend Platz für eine Rudermaschine zur Verfügung hat.

Unser Testportal bietet eine Übersicht über die beliebtesten Rudermaschinen und vermittelt in einzelnen Testberichten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Rudergeräte. Wir hoffen, damit die Auswahl des passenden Gerätes unterstützen zu können.